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Was ist Docker Hub?

Aufgrund aktueller Anfragen haben ich einen Artikel verfasst, der erklärt, was Docker Hub ist.

Docker Hub: Das zentrale Repository der Container-Welt

Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Entwickler alles von Grund auf neu bauen muss: das Betriebssystem, die Bibliotheken und alle Abhängigkeiten seiner Anwendung – für jede Umgebung separat. Ein solcher Prozess wäre extrem langsam, fehleranfällig und würde das bekannte Problem verursachen: “Aber auf meinem Rechner funktioniert es!”.
Hier kommt Docker ins Spiel, und hier wird Docker Hub zu einem zentralen und unverzichtbaren Werkzeug. Wenn GitHub heute der populäre Speicherort für den Quellcode von Anwendungen ist, so ist Docker Hub der heute verbreitetste Speicherort für Docker Images, um die “Bausteine” moderner Anwendungen zu teilen und zu verwalten.

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Docker Hub ist ein Cloud-basierter Registry-Dienst (Container Registry), der das größte und offizielle öffentliche Repository für Container-Images darstellt.
Man kann es als “App Store” (oder “Google Play”) für Server betrachten, der es Entwicklungs- und DevOps-Teams ermöglicht, einsatzbereite Images einfach und schnell zu finden, herunterzuladen und zu verteilen.
Der Hub ist ein grundlegender Pfeiler im Containerisierungs-Ökosystem und ermöglicht Standardisierung und Zusammenarbeit auf globaler Ebene.

Was macht Docker Hub so unverzichtbar?

Die Stärke von Docker Hub liegt in der Vielzahl der angebotenen Funktionen, die den gesamten Lebenszyklus der Softwareentwicklung (SDLC) optimieren:

  1. Öffentliche und private Repositories: Ähnlich wie bei GitHub und GitLab können Sie öffentliche Repositories (Public) für die Open-Source-Community erstellen oder private Repositories (Private), um firmeneigene Images zu speichern. Dies ermöglicht die volle Kontrolle über geistiges Eigentum und die Sicherheit der Anwendungen.
  2. Offizielle Images (Official Images): Docker Hub bietet Zugang zu einer riesigen Bibliothek offizieller Images, die von Docker und führenden Softwareanbietern (wie Ubuntu, Grafana, Python, NGINX und MongoDB) geprüft und genehmigt wurden.
    Die Verwendung dieser Images garantiert einen sicheren und stabilen Ausgangspunkt basierend auf Best Practices.
  3. Automatisierte Builds (Automated Builds): Dies ist eine der stärksten Funktionen für DevOps-Teams.
    Docker Hub kann mit Code-Repositories wie GitHub, GitLab oder Bitbucket verbunden werden, sodass jeder Push auf einen bestimmten Branch automatisch den Build-Prozess eines neuen Images auslöst und dieses in das Repository schiebt (pusht).
    Dieser Prozess ist das Herzstück der kontinuierlichen Integration (Continuous Integration) und stellt sicher, dass immer das aktuellste Image verfügbar ist.
  4. Neu: Gehärtete, sichere, minimale und produktionsbereite Images:
    Dies ist ein neuer Service namens Docker Hardened Images (DHI), der standardmäßig gesicherte Container-Images anbietet, die “schlank” sind und speziell für moderne Produktions- und Fertigungsumgebungen entwickelt wurden. Weitere Informationen finden Sie hier.
  5. Organisationen & Teams: Administratoren können eine Organisation in Docker Hub erstellen, darunter mehrere Teams verwalten und präzise sowie sichere Zugriffsberechtigungen für die verschiedenen Repositories zuweisen.
    Diese Fähigkeit ist entscheidend für das Management in Unternehmensumgebungen, zur Sicherung von Assets und für eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Teams.

Welchen praktischen Wert hat es für Manager und Entwicklungsteams?

Jenseits der technischen Funktionen bietet Docker Hub einen signifikanten geschäftlichen und operativen Mehrwert:

Für Entwicklerinnen und Entwickler:

  • Geschwindigkeit und Effizienz: Das Rad muss nicht neu erfunden werden. Anstatt eine Datenbank oder einen Webserver manuell zu installieren, führt man einfach docker pull aus und erhält innerhalb von Sekunden eine fertige Umgebung.
  • Konsistenz zwischen Umgebungen: Es löst das Problem “It works on my machine”. Alle Teammitglieder sowie die Test- und Produktionsumgebungen verwenden exakt dasselbe Image, was Konsistenz gewährleistet und Kompatibilitätsprobleme sowie Bugs reduziert.

Für DevOps- und Entwicklungsleiter:

  • Single Source of Truth: Docker Hub wird zum zentralen und offiziellen Repository aller Images im Unternehmen, was das Versionsmanagement, die Nachverfolgung und die Sicherheit erleichtert.
  • Optimierung von CI/CD: Die Integration mit automatisierten Build-Systemen optimiert die gesamte Entwicklungs- und Deployment-Pipeline, verkürzt die Release-Zeiten und ermöglicht eine schnellere Reaktion auf Änderungen.
  • Sicherheit und Kontrolle: Die Möglichkeit, private Repositories zu nutzen, Berechtigungen auf Teamebene zu verwalten und sich auf offizielle sowie gescannte Images zu verlassen, reduziert Sicherheitsrisiken erheblich.

Für Informationssicherheitsbeauftragte (CISOs) und Security-Teams:

Für sie ist Docker Hub nicht nur ein Entwicklungstool, sondern ein kritischer Kontrollpunkt für die Sicherheit der Software-Lieferkette (Software Supply Chain Security).
Die Plattform bietet integrierte Funktionen zum Scannen von Images (Vulnerability Scanning), die bekannte Schwachstellen (CVEs) in den Betriebssystemschichten und Softwarebibliotheken des Images identifizieren.
Dies gibt den Sicherheitsteams volle Transparenz über das Risikoniveau, noch bevor der Container die Produktionsumgebung erreicht.

Darüber hinaus ermöglicht die Nutzung eines zentralen Repositorys die Durchsetzung von Richtlinien und Regularien (Governance):
Es lässt sich definieren, welche Basis-Images für die Nutzung im Unternehmen zugelassen sind, die Verwendung von offiziellen, sicherheitsgeprüften Images vorschreiben und genaue Zugriffsberechtigungen verwalten, um das Pushen unautorisierter Images zu verhindern.
So wandelt sich Docker Hub von einem Tool für schnelle Entwicklung zu einer strategischen Komponente im Verteidigungskonzept, die eine Reduzierung der Angriffsfläche containerbasierter Anwendungen ermöglicht.

Fazit:

Docker Hub ist viel mehr als nur ein Datei-Repository. Es ist eine essentielle Plattform, die Automatisierung, Zusammenarbeit und Standardisierung in der modernen Entwicklungswelt ermöglicht.
Die richtige Anwendung erlaubt es Unternehmen, zuverlässigere Software zu bauen, schneller auszuliefern und in einer sich ständig verändernden technologischen Umgebung wettbewerbsfähig zu bleiben.

ALM Toolbox ist der offizielle Vertreter von Docker in Israel und hält den Status des höchsten “Preferred Partner”. Wir bieten Unterstützung bei der Implementierung des Produkts, Integration in Entwicklungs- und DevOps-Prozesse, Support und Lizenzverkauf.
Für weitere Informationen können Sie uns kontaktieren: docker@almtoolbox.com oder telefonisch unter 072-240-5222